Verschwunden, aber nicht vergessen

Gesellschaft

(Wir zitieren die Eschweiler Nachrichten / Zeitung vom 10.06.2020 von Sarah-Lena Gombert)

Mit einer neuen Radroute sollen Dörfer, die dem Tagebau weichen mussten, wieder erlebbar gemacht werden

Es ist still am Dienstagmorgen zwischen den Getreidefeldern, die dort angelegt sind, wo sich einst der Ort Lohn befand. Man hört das Zwitschern von Feldlerchen, das irgendwann von klackernden Nordic Walking-Stöcken unterbrochen wird.

Die beiden Männer, die hier Sport treiben, schauen in der Gedächtniskapelle Kirchspiel-Lohn nach dem Rechten. Sie sind aus Jülich, kommen aber öfter hierher, wie sie sagen. Dass sich hier auf den Feldwegen bald mehr Radfahrer tummeln könnten, ist ihnen neu, würde sie aber sehr freuen.

Im Rahmen des Projekts „Rad-Erlebnisraum Aachener Revier“, das die Städteregion Aachen mit den Kommunen Alsdorf, Würselen, Herzogenrath, Baesweiler, Stolberg und Eschweiler aufgesetzt hat, soll auch in Eschweiler eine besondere Fahrradroute entstehen.

Veränderungen nachvollziehen

Ihr Name: „Erlebnisschleife Verschwundene Orte“. Grundgedanke hinter diesem Projekt: die gigantischen Veränderungen, die die Landschaft rund um den Blausteinsee zwischen Kinzweiler, Eschweiler und Inden geprägt haben, sollen nicht nur dokumentiert, sondern auch für alle nachvollziehbar sein.

Die Idee hinter den jetzigen Plänen, die sportive Freizeitgestaltung und Heimatkunde miteinander verbinden: An bereits bestehenden Radwegen und den sogenannten „Erinnerungsinseln“ in ehemaligen Tagebaubereichen sollen neue Aufenthalts-, Erlebnis und auch Spielelemente angelegt werden. Darunter sind Silhouetten von Zeitzeugen, die über Audio-Module ihre Geschichten erzählen.

Hierzu laufen bereits Gespräche mit Umsiedlern und Menschen aus dem Bergbau, die ihre persönlichen Erlebnisse spannend und informativ zum Besten geben sollen. Weiterhin sollen Möbel zum Relaxen oder auch besondere, spiralförmige Tische aufgestellt werden, die man wenden kann, um die Veränderung der Landschaft im Laufe der Geschichte zu sehen.

Angedacht sind diese Stationen zum einen an einer 13 Kilometer langen Strecke, auf der sich auch Familien mit Kindern wohlfühlen, sowie auf einer Gesamtroute von etwa 34 Kilometern, die für Freizeitradler gedacht ist.

Der Beginn der Route soll den Planungen nach am Talbahnhof liegen. Die Strecke führt dann über den Marktplatz, zum zukünftigen Haus der Geschichte, nach Kinzweiler und schließlich ins Gebiet des ehemaligen Tagebaus West. Nördlich des Blausteinsees – dort warten Infos und Aktivitäten rund um den ehemaligen Tagebau „Zukunft – geht es weiter auf das Gebiet des ehemaligen Tagebaus Inden I.

Und während die kürzere Familienrunde um den Blausteinsee weiterführt, verläuft die Gesamtrunde – vielleicht – bis zur Gedächtniskapelle Kirchspiel-Lohn. Bei Lohn wurde die erste größere Siedlung am deutschen Niederrhein aus der Eisenzeit gefunden. Von der Gedächtniskapelle, die im Jahr 2002 erbaut wurde, könnte der Weg dann entlang der Inde zurück zum Talbahnhof in Eschweiler führen.

Wie die Stadt erklärt, werden aktuell alle nötigen Elemente und Installationen von der Städteregion ausgeschrieben und beschafft. Man geht davon aus, dass im Herbst mit dem Aufbau der Stationen begonnen werden kann, sodass die „Erlebnissschleife Verschwundene Orte“ zu Beginn der Radsaison 2021 startklar ist.

Die Kosten für das Projekt liegen bei 170.000 Euro, wovon die Stadt Eschweiler maximal 17.000 Euro selbst zahlen soll. Zuständig für die Instandhaltung der Route wäre unter anderem der Baubetriebshof der Stadt Eschweiler.

„Das hört sich alles sehr gut an“, sagt einer der beiden Nordic Walker aus Jülich, bevor er sich mit seinem Freund wieder auf den Weg macht. „Denn Radfahren ist ja ein absoluter Trend!“ Doch bei all den Radstationen dürfe man eines nicht
vergessen: „Die Radwege müssen auch richtig in Schuss gehalten werden, sonst macht das alles keinen Spaß.“


Ende des zitierten Artikels

 
 

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