Ohne genügend Endgeräte wird es schwierig

Kommunalpolitik

(Wir zitieren die Eschweiler Nachrichten / Zeitung vom 29.06.2020)

Handy, Laptop oder Tablet: Eschweilers Schulen ziehen eine gemischte Bilanz nach Monaten des Lernens auf Distanz

Der Corona-Lockdown hat die Schulen in der Stadt Eschweiler vor besondere Herausforderungen gestellt. Mitte März musste der Präsenzunterricht in den Einrichtungen abgebrochen werden, in kürzester Zeit haben die Schulen Unterricht auf Distanz aus dem Boden stampfen müssen. Online, per Post, am Telefon hielten die Lehrerinnen und Lehrer den Kontakt mit ihren Schützlingen.

So berichtet beispielsweise Petra Schönwald, Leiterin der Waldschule, dass man den Schülerinnen und Schülern am letzten Tag vor der Schulschließung einen Brief mit nach Hause geben konnte, in dem sie aufgefordert wurden, eine E-Mail an die dienstliche Mail-Adresse ihrer Lehrer zu schicken. So sollte zumindest gewährleistet werden, dass von allen Schülerinnen und Schülern ein Mail-Kontakt gegeben ist. „Die meisten kamen dieser Aufforderung nach“, heißt es in der Stellungnahme der Schule, die in der letzten Sitzung des Schulausschusses vor der Sommerpause behandelt wurde. Und so erfolgte in den ersten Wochen nach dem Lockdown der Unterricht der Waldschule über E-Mail-Verkehr der Lehrerinnen und Lehrer, wobei diese unterschiedliche Erfahrungen mit den Rückmeldungen ihrer Schüler machten, sowohl qualitativ als auch quantitativ. Später folgte dann Unterricht auch über digitale Lernplattformen.

Eine neue Plattform für alle

Apropos Plattform: Gute Erfahrungen machten die Eschweiler Schulen mit dem vom Land Nordrhein-Westfalen zur Verfügung gestellten „Logineo“, was nicht nur für die Lehrerinnen und Lehrer, sondern auch für die Verwaltungen der Schulen gedacht ist und in einem nächsten Schritt auch für Schülerinnen und Schüler sowie für die Betreuungspersonen im OGS-Betrieb zur Verfügung gestellt werden soll. Denn soviel ist klar: Dass Corona vorbei ist, glaubt an den Eschweiler Schulen niemand. „Wir haben eine Befragung bei unseren Eltern und Schüler durchgeführt“, berichtet Petra Schönwald. Dabei stellte sich heraus: Es ist kompliziert. Denn einerseits gibt es Familien, die sich wünschen, dass man für die Kinder feste Lernzeiten vorgibt, damit diese einen geregelten Tagesablauf haben. Andererseits gibt es Familien, in denen sich mehrere Kinder – und teilweise auch berufstätige Eltern im Homeoffice – einen Computer oder einen Laptop teilen. „Und dann ist das mit festen Lernzeiten wieder hinfällig“, so Schönwald.

Und: Endgerät ist nicht gleich Endgerät. Zwar habe fast jeder Schüler und jede Schülerin mittlerweile ein eigenes Smartphone. Doch das eigne sich nicht zum Lernen, höchstens zum Kommunizieren per E-Mail. Und Drucker, um Arbeitsmaterial auszudrucken, habe auch längst nicht jeder zuhause. „Wir haben deshalb darauf geachtet, möglichst Aufgaben zu stellen, für die man gar keinen Drucker benötigt“, sagt Michaela Silbernagel, Leiterin der Realschule Patternhof.

Einen weiteren Aspekt brachte Winfried Grunewald, Leiter des städtischen Gymnasiums, ins Spiel. Denn neben dem Lernen spielten auch während des Lockdowns die Schulsozialarbeiter eine sehr wichtige Rolle, betonte er. „Die Kolleginnen und Kollegen haben stark darauf geachtet, wer sich meldet, und wer nicht. Und wenn sich Schüler nicht meldeten, dann sind wir eben zu denen nach Hause gefahren und haben geklingelt.“

Für ihre Ausführungen bekamen Schönwald, Grunewald und Silbernagel nicht nur Zustimmung von ihren Kolleginnen und Kollegen der anderen Schulen, sondern auch von Eschweilers Bildungspolitikern. „Es ist mein großer Wunsch, dass es uns gelingt, für alle Eschweiler Schülerinnen und Schüler möglichst schnell die richtigen Endgeräte zur Verfügung zu stellen“, betonte darum auch Dietmar Schultheis (SPD), Vorsitzender des Schulausschusses. Entsprechende Fördertöpfe, ob nun auf Bundes- oder Landesebene, werden derzeit auf den Weg gebracht oder werden, sofern sie schon zur Verfügung stehen, von der Eschweiler Stadtverwaltung bereits angezapft. (slg)


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