Keine Ausgangssperre in Aachen

Unterbezirk

(Wir zitieren die Eschweiler Nachrichten / Zeitung vom 24.12.2020)

Land lehnt Antrag der Städteregion ab. Angesichts von fast 1000 Toten durch Corona an einem Tag fordert der Uniklinik-Chef einen harten Lockdown. NRW finanziert Helfer für Altenheime.

Das Land NRW hat am Mittwoch eine von Stadt und Städteregion Aachen beantragte Ausgangssperre zwischen 21 und 5 Uhr abgelehnt. Hintergrund der Ablehnung des Landes ist, dass die Sieben-Tages-Inzidenz in der Städteregion am 21. und 22. Dezember nur sehr leicht über der kritischen Marke von 200 gelegen habe, teilten die Aachener Behörden mit. Im Kreis Düren gilt die Ausgangssperre aufgrund der hohen Zahl der Neuinfektionen weiter. Der Kreis betonte, dass die Rückkehr von Weihnachtsbesuchen bei der engeren Familie oder von Abendgottesdiensten auch in der Sperrstunde erlaubt seien.

In Deutschland sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts innerhalb eines Tages 962 Menschen an oder mit dem Coronavirus gestorben. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Pandemie.

Angesichts dieser Entwicklung setzt sich Thomas Ittel, Vorstandschef der Uniklinik Aachen, für ein Ende des „Lavierens“ und einen zeitlich befristeten harten Lockdown ein, um einen Inzidenzwert von wöchentlich unter zehn Fällen bezogen auf 100.000 Einwohner zu erreichen. Mit einer Kontaktsperre ließen sich auch volkswirtschaftliche Kosten sparen. „Es macht doch einen Unterschied, ob ich mein Restaurant vier Wochen oder neun Monate schließen muss“, sagte er.

Ittel schließt sich inhaltlich einer Initiative von mehr als 300 europäischen Wissenschaftlern und Krankenhausvertretern an, die eine gemeinsame „Strategie zur raschen und nachhaltigen Reduktion der Covid-19-Fallzahlen“ fordern. Die Experten befürworten einen verschärften Lockdown, bis in Deutschland täglich nur noch Fallzahlen im dreistelligen Bereich notiert werden. Das wäre ein Bruchteil der aktuellen Werte: Am Mittwoch wurden 24.740 neue Fälle bundesweit registriert.

Gottesdienste: Die Debatte um Weihnachtsgottesdienste reißt nicht ab. Die Vorsitzende des Verbands der Amtsärzte, Ute Teichert, forderte ein bundesweites Verbot. Es sei bekannt, dass sich das Virus gerade bei Gottesdiensten übertragen kann. Deshalb dürfe kein zusätzliches Risiko eingegangen werden. Aachens Bischof Helmut Dieser verteidigte die Gottesdienste demgegenüber. Gerade in Zeiten des Lockdowns seien sie vielen Christen „eine Quelle der Orientierung, des Trostes und seelischen Wohlergehens“, sagte er. „Ich vermute, dass ein Besuch des Gottesdienstes weniger Virusgefahr birgt als zum Beispiel ein Einkauf im Supermarkt.“ Dennoch rate er jedem, der Risikopatient oder unsicher sei, nicht an Präsenzgottesdiensten teilzunehmen.

Altenheime: NRW investiert 13,8 Millionen Euro, damit über die Weihnachtstage genügend Personal in Altenheimen für Corona-Schnelltests zur Verfügung steht. Die Landesregierung habe einen entsprechenden Rahmenvertrag mit Hilfsorganisationen wie etwa dem Roten Kreuz geschlossen, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch. Ob dies in allen 2300 Altenheimen zu gewährleisten sei, könne er aber nicht garantieren.

Unterdessen bat NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) die Angehörigen um Verzeihung für die Abriegelung der Seniorenheime im Frühjahr. „Im Frühling sind viele Menschen allein gestorben, weil die Heime abgeriegelt wurden“, sagte Laschet. „Das ist ein Schaden, den wir nicht wiedergutmachen können. Irreparabel. Nicht korrigierbar. Da können wir Verantwortlichen in der Politik die Angehörigen nur um Verzeihung bitten.“

Besuchsverbot: Das generelle Besuchsverbot im Aachener Uniklinikum ist wieder gelockert worden: Patienten, die sechs Tage und länger in dem Großkrankenhaus bleiben müssen, dürfen nun doch eingeschränkt Besuch empfangen.

Schnelltests bei Einreise: Nordrhein-Westfalen will eine Corona-Testpflicht für Einreisende einführen, kündigte Laumann an. Da die bisherige Messlatte für Risikogebiete bei über 50 Neuinfektionen binnen sieben Tagen gerechnet auf 100.000 Einwohner sei, sei „fast jedes Land des Erdballs“ von der Neuregelung betroffen, sagte Laumann. Die Testpflicht werde für Ein- und Rückreisen per Flugzeug, Auto und andere Verkehrsmittel gelten. Unter anderem sollten Flughäfen Angebote für Schnelltests bereithalten. Noch unklar war, wann die Neuregelung in Kraft treten sollte und ob es wie bislang für den kleinen Grenzverkehr weiter Ausnahmen geben wird. (pa/os/afp/dpa)


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