10 Fragen an Dietmar Schultheis

Wahlkreis

Dietmar Schultheis

Dietmar Schultheis, direkt gewählter Stadtverordneter für den Wahlkreis 1900 (Hehlrath und Kinzweiler-Süd), stellt sich am 25. Mai 2014 erneut zur Wahl für den Stadtrat. Jörg Erkens, Kinzweiler Urgestein und überzeugter Wahl-Hehlrather stellte einige Fragen an seinen Stadtverordneten. Das Gespräch zwischen Ratsmitglied Dietmar Schultheis und dem engagierten Gewerkschafter Jörg Erkens soll auch für Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, Anstoss und ein weiteres Angebot zum Dialog mit Ihrem Stadtverordneten Dietmar Schultheis sein.

 

 

 

Herr Schultheis, Sie sind bereits zweimal direkt von den Hehlrathern und Kinzweilern in den Rat der Stadt Eschweiler gewählt worden. Macht dieses Engagement auch nach 10 Jahren noch Spaß?
Und wie! Gerade nach einer notwendigen Einarbeitung geht man mit den gewonnenen Erfahrungen kenntnisreicher an viele Dinge heran und erzielt dadurch auch mehr Erfolge für die Bürgerinnen und Bürger. In Eschweiler ticken die Uhren etwas anders als in der Städteregion und umgekehrt. Jedes Parlament hat seine Eigenheiten. Die Unterstützung und der Zuspruch vieler Bürger wiederum motivieren für zukünftige Herausforderungen.

Was waren für Sie die wichtigsten Projekte der letzten Legislaturperiode?
Im Wahlkreis stand zunächst der nachhaltige Kampf gegen das Hochwasser in Hehlrath an. Stichwort: Grubenrandbach. Das nächste Projekt war der Kunstrasen und das Vereinsheim für die Sportfreunde, die beides mit viel Fleiß vollendet haben. Wichtig waren mir auch der zweite Hehlrather Spielplatz in der Westerwaldstraße und ein neues Groß-Spielgerät an der Oberstraße. Die Krönung allerdings war der schnelle DSL-Anschluss für den Eschweiler Nordwesten, an dem ich persönlich seit 2005 trotz vieler Rückschläge und Schwierigkeiten beharrlich gearbeitet habe.

Ortsbegehung Kinzweilerstraße 22.09.2009
Ortstermin mit der Stadtverwaltung und Bürgern in Hehlrath zum Thema Hochwasser.
 
Stichwort „DSL Anbindung“ warum hat das eigentlich so lange gedauert?
Der Weg ist lang und steinig, erst Recht wenn auch andere Regionen um das Gleiche kämpfen. Das Telekommunikationsgesetz schrieb zunächst die Aufgabe der Telekom zu, die zierte sich aber, weil andere Anbieter gleichberechtigten Zugang bekommen müssen. An die Wirtschaftlichkeit der Verlegung von Glasfaserkabeln werden dadurch erhöhte Anforderungen gestellt. Im weiteren Verlauf musste eine Wirtschaftlichkeitslücke durch staatliche Zuschüsse von Land und Stadt Eschweiler geschlossen werden. Da nahezu jede Region in NRW schnelles Internet will, die Mittel dafür aber nicht unbegrenzt sind, muss man hinter den Kulissen um einen guten Platz in der Prioritätenliste kämpfen. Dies ist schließlich im Team mit Bürgermeister Rudi Bertram und Landtagsabgeordneten Stefan Kämmerling gelungen. Hier zeigte sich die Stärke der Eschweiler SPD: Teamfähigkeit. Die politischen Mitbewerber aus Eschweiler haben in dieser Basiskompetenz allergrößte Schwierigkeiten.
 
Ich komme nochmal auf den Kunstrasenplatz zurück. Ist es nicht schwer zu vermitteln so viel Geld für einen Fußballplatz auszugeben in Zeiten „knapper Kassen“?
Hier kann ich mit einem klaren Nein antworten. Wenn man bedenkt, dass das Geld ca. 230 Jugendlichen in Hehlrath und Kinzweiler zugute kommt. Sie können nun bei fast jedem Wetter trainieren und spielen, das ging vorher nicht und wurde von den Aktiven im Verein zu Recht als eine große Belastung betrachtet.
 
Bau des Kunstrasenplatz Hehlrath
Bau des Kunstrasenplatz der Sportfreunde.
 
Neben den Fußballern gibt es ja auch noch andere Vereine, werden die auch unterstützt?
Selbstverständlich, auch wenn das in Zeiten der eben erwähnten „knappen Kassen“ nicht so einfach ist. Es gibt eine Liste der kulturtreibenden Vereine in Eschweiler, die nach einer Prioritätenliste Zuschüsse von der Stadt bekommen. Da diese Zuschüsse freiwillige Leistungen darstellen, sind wir in einem kontinuierlichen Rechtfertigungszwang gegenüber der Genehmigungsbehörde, der Städteregion Aachen. Regelmäßig kommen von dort Aufforderungen, die freiwilligen Leistungen zu reduzieren. Ebenso regelmäßig stellt sich aber die SPD Fraktion im Stadtrat vor die Vereine.
 
Kinzweiler hat ja schon sehr frühzeitig auf eine offene Ganztagsschule gesetzt, als andere politische Kräfte noch auf den Slogan „Wo Schule drauf steht muss auch Schule drin sein“ setzten. Wie bewerten Sie, auch aus Sicht als Schulpolitischer Sprecher der Ratsfraktion, diese Entscheidung nun im Nachhinein?
Es stimmt. Zunächst gab es viel Skepsis bei den Kollegen anderer Fraktionen. Wir haben von Anfang an die Chancen der Offenen Ganztagsschule gesehen. Insbesondere Kinder mit besonderem Förderbedarf bekommen wertvolle Hilfestellungen. Aber auch die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie hat für Viele, insbesondere berufstätige Frauen und Alleinerziehende, eine gewaltige Verbesserung der Lebensqualität bewirkt. Dass es richtig war, so frühzeitig und beharrlich auf diese Schulform zu setzen, zeigt, dass eben diese politischen Mitbewerber, die damals noch vehemente Gegner waren, nun oft so auftreten, als hätten sie das Ganze damals schon vorangebracht. Aber das ist normal, so sagt man ja, dass der Erfolg bekanntlich gerne viele Väter hat, wohingegen der Misserfolg oft ein Waisenkind ist.
 
Die SPD Teilfraktion „Schule“ informiert sich vor Ort in der Grundschule Kinzweiler.
 
Ihr Ortsverein gibt ja über die letzten Jahre hinweg kontinuierlich auch den „Roten Faden“ aus als kleines Informationsheft zu aktuellen Themen aus unseren Orten. Hier wurde in der letzten Ausgabe auch der Spielplatz Westerwaldstraße erwähnt. Der war doch sowieso vorgesehen in diesem Baugebiet…?
Ja, das stimmt. Aber er wäre fast zwei Jahre später gekommen. Das habe ich nicht eingesehen und mich akribisch für eine vorzeitige Fertigstellung des Spielplatzes eingesetzt. Mein Dank geht an Bürgermeister Rudi Bertram und auch an Herrn Martin vom Erschließungsträger RWE Power, bei denen ich große Unterstützung erfahren habe.
 
Dietmar Schultheis im Gespräch mit Kindern am Spielplatz Oberstraße
Dietmar Schultheis im Gespräch mit Kindern am Spielplatz Oberstraße.
 
Gerade als gewerkschaftlich engagierter Mensch interessiert mich neben der Wohnraumschaffung für junge Familien allerdings auch Ihre Einschätzung zur Situation der Arbeitsplätze im näheren Umfeld.
Hier in Hehlrath und Kinzweiler hängen immer noch viele Arbeitsplätze direkt oder im Zulieferbereich an der Energiegewinnung durch Braunkohle. Angesichts der CO2- Problematik wird der Anteil der Braunkohle an der Energiegewinnung immer weiter zurückgehen müssen. Die entscheidenden Fragen dabei sind allerdings, erstens „wie schnell soll das gehen?“ und zweitens „wie teuer soll es werden?“. Ich persönlich bin froh, dass der neue Energieminister gemeinsam mit der Bundeskanzlerin deutliche Akzente gesetzt hat, die einen sozial- und finanzverträglichen Strukturwandel ermöglichen. Die Zukunft neuer Arbeitsplätze hängt sicherlich zu Zeiten der Informationsgesellschaft am Anschluss an das schnelle Internet. Hierfür sind glänzende strukturelle Voraussetzungen in Hehlrath und Kinzweiler geschaffen worden. Dies ist nicht nur für Privathaushalte ein enorm wichtiger und besonders zukunftsträchtiger Standortvorteil.
 
Leiter des Breitbandausbaus NRW der Telekom, Gregor Theissen, bei einem Gespräch mit Dietmar Schultheis am 01.10.2009.
 
Was hat Sie eigentlich geärgert in den letzten 5 Jahren und worüber haben Sie sich besonders gefreut?
Geärgert hat mich die Verlegung der Bushaltestelle Pannesstraße an Wochenenden an einen sehr ungünstigen Standort. Besonders gefreut habe ich mich über den Förderbescheid der neuen Landesregierung zum schnellen Internet. Aber auch viele kleine erledigte Aufgaben haben mich gefreut, wie die Instandsetzung der Straßenbeleuchtung in der Klapperstraße, die Beseitigung von Gefahrenstellen am Verkehrskreisel und am Kambach, die neue Wärmepumpe für ein Vereinsheim oder auch die Beseitigung des Gestank am Hehlrather Bach, um nur einige Punkte zu nennen.
 
Gefahrensituation am Verkehrskreisel – beseitigt!
 
Was sind Ihre Zukunftsvisionen für unsere Heimatorte, wofür wollen Sie sich in einer weiteren Legislaturperiode einsetzen?
Eine gewaltige Herausforderung wird der Zusammenhalt der Dorfgemeinschaften angesichts größer werdender sozialer Unterschiede und in Zeiten einer älter werdenden Gesellschaft sein. Das wirft die Fragen auf, wie wir die Senioren besser unterstützen können und den Jüngeren bessere Anreize einer sinnvollen Freizeitgestaltung geben können. Die sich daraus ergebenden Detailfragen würden den Rahmen dieses Gespräches sprengen. Doch ist genau das in Zukunft eine große Herausforderung, bei deren Lösung alle gefordert sind. Die Politik muss bei diesem Projekt positiv begleitend tätig sein und gute Grundbedingen schaffen.
 
Haben Sie auch Fragen an Ihren Stadtverordneten? Ratsmitglied Dietmar Schultheis freut sich auf den Dialog mit Ihnen und nimmt auch gerne Kritik und Anregungen zu allen Themen auf, die Ihnen wichtig sind.
 
 

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