Wir zitieren die Onlineausgabe der Eschweiler Nachrichten / Zeitung vom 05.07.2010
Der Handwerksbetrieb ist zu klein, um einen Lehrling einzustellen? Aber Nachwuchs wäre dringend nötig? Da könnte vielleicht die Stadt helfen. Sie bietet ab sofort örtlichen Handwerksbetrieben an, bei der Ausbildung zu kooperieren.
Bei sechs Abschlussfeiern von Eschweiler Schulen war Bürgermeister Rudi Bertram in den vergangenen Tagen zu Gast. Und immer wieder waren bei diesen Entlassfeiern Ausbildungsplätze ein Thema. Besonders bei der Hauptschule Stadtmitte war das greifbar - dort war schon die Mitteilung, dass zwei der 35 Absolventen Ausbildungsverträge haben, eine von den Lehrern freudig verkündete Nachricht.
Zugleich weiß Bertram, dass im Handwerk Bedarf an Nachwuchs besteht. Seine spontane Idee: «Ich möchte deshalb Eschweiler Handwerksbetrieben anbieten, zusammen mit der Stadt auszubilden.» Ein Beruf, in dem eine solche Kooperation möglich wäre, ist Pflasterer. Bertram: «Ich höre von Straßenbaufirmen immer wieder: Wir haben keine Pflasterer mehr.»
Ein weiterer Beruf sei Elektriker. Die Vorsitzende des Personalrats der Stadt, Sandra Hunscheidt-Fink, begrüßte den Vorstoß des Bürgermeisters. «Betriebe, die ausbilden wollen, aber das allein nicht stemmen können, sollen sich einfach melden», so Bertram am Montag. Und: «Offizielle Ausbildungsstelle muss nicht die Stadtverwaltung sein, kann aber.»
Betriebe, die gemeinsam mit der Stadt ausbilden wollen, können sich an den Leiter des Personalamtes, Hans Schreiber, wenden, 71216, oder an den Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung, Dietmar Röhrig (71294).
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Ende des zitierten Artikels